TIP-Verlag, 29. Juli 2010
Duisburger gedenken mit Schweigeminute vor Rathaus der Opfer
Duisburg (ddp). Mit einer Schweigeminute haben mehrere hundert Menschen am Donnerstag vor dem Duisburger Rathaus den 21 Opfern der Loveparade gedacht. Zuvor hatten sie auf einer Kundgebung ihre Wut gegen die Verantwortlichen der Loveparade zum Ausdruck gebracht. Sie forderten den Rücktritt von Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU). Immer wieder skandierten sie «Sauerland raus». Auf Plakaten war zu lesen «Schluss mit der Schuldzuweiserei» und «Wer trägt Schuld».Die Stimmung war teilweise sehr aufgeheizt. Ein Redner forderte die Teilnehmer auf: «Wir wollen kein Chaos hier! Wir wollen alles friedlich regeln!» Daraufhin formierte sich ein Demonstrationszug, der in die Innenstadt von Duisburg ziehen wollte.
Die Demonstration war von einem Teilnehmer der Loveparade angemeldet worden, der nach eigener Aussage aus Unkenntnis der Lage noch getanzt hatte, als bereits die ersten Opfer zu beklagen waren.
Bei der Massenpanik während der am Samstag waren 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 500 wurden verletzt.
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